Balkon-Solaranlage RSV Rehburg e.V.

Best Practice – Energie sparen

Zwei Männer stehen auf dem Dach neben einem fertig montierten Solarpanel.

Der RSV Rehburg e.V. hat auf dem Dach des neu errichteten Carports ein steckerfertiges Balkonkraftwerk installiert, mit dem primär der Rasenmähroboter betrieben werden soll. Die Anlage besteht aus vier Photovoltaikmodulen, einem Mikrowechselrichter und einem Batteriespeicher mit 4,1 kWh Kapazität. Damit erzeugt der Verein direkt auf dem Vereinsgelände erneuerbaren Strom und nutzt ihn dort, wo er entsteht.

1. Warum habt ihr euch genau für das Projekt entschieden?

Wir wollten als Verein nicht nur über Klimaschutz reden, sondern ihn sichtbar machen. Für unsere Mitglieder, für Besucher:innen und für die Region. Gleichzeitig steigen unsere Betriebskosten jedes Jahr, und der Strom für unseren Rasenmähroboter ist ein konkreter, dauerhafter Kostenfaktor. Ein Balkonkraftwerk mit Speicher war für uns die pragmatischste Lösung: überschaubar in der Umsetzung, sofort wirksam und leicht erklärbar. Zudem war die Förderung durch die Lotto-Sport-Stiftung sehr attraktiv und niedrigschwellig angelegt.

2. Was war bei der Umsetzung einfacher oder schwieriger als gedacht?

Ehrlich gesagt: Es lief nahezu reibungslos. Fünf Ehrenamtliche haben die komplette Installation an einem einzigen Tag erledigt – ohne Fachfirma, ohne große Probleme. Wer ein ähnliches Projekt plant, braucht vor allem motivierte Leute und einen freien Samstag. Einzig die Errichtung des Carports, welches sich als Grundlage für das Balkonkraftwerk notwendig war, hat sich in die Länge gezogen. Dies war aber nicht Teil der Förderung.

3. Welche positiven Effekte seht ihr heute – für Klima, Verein oder Gemeinschaft?

Wir sparen bis zu 560 Euro Stromkosten pro Jahr und reduzieren unseren CO2-Ausstoss um rund eine halbe Tonne – jährlich. Das klingt klein, aber es ist ein Anfang, der Lust auf mehr macht. Mindestens genauso wichtig: Die Anlage ist ein Gesprächsthema. Mitglieder fragen nach und schauen sich das an. Das hat einen echten Bildungseffekt, den wir so nicht erwartet hätten.

Unser Tipp für euch

Fangt einfach an. Ein Balkonkraftwerk ist keine Raketenwissenschaft – mit ein paar motivierten Ehrenamtlichen ist das an einem Tag erledigt. Und schaut euch unbedingt Förderprogramme an: Die Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung war für uns ein echtes Highlight. Die Förderung über das Programm „Aktiv pro Klima“ hat das Projekt nicht nur finanziell möglich gemacht, die Stiftung und ihre niedrigschwelligen Anforderungen (wenig Bürokratie) machen es einfacher. Macht die Maßnahme außerdem in eurem Verein sichtbar: postet, erklärt, ladet Mitglieder ein. Der Verein profitiert nicht nur vom Strom, sondern auch vom positiven Signal, das so ein Projekt sendet.