Biodiversität am Funcourt

Der TSV Bahrdorf hat die Grünflächen zwischen den Outdoor-Fitnessgeräten rund um den Funcourt in ein kleines Naturparadies verwandelt. Konkret hat der Verein die benötigten Flächen gemäht, gemulcht und dann im nächsten Schritt Obstbäume, Büsche und Stauden gepflanzt. Ergänzt wurde das Ganze mit einer Eidechsenburg, Nistkästen, einem Insektenhotel und Schilfrohrbündeln. So entstand ein aufgewerteter Lebensraum für Insekten, Kleintiere und Vögel.
1. Was hat euch persönlich und als Verein dazu bewegt, euch für den Artenschutz einzusetzen?
Der Bereich unserer Sportanlage, auf dem jetzt der Funcourt steht, war früher ein Fußballplatz, dann viele Jahre Brachland, das mit der Zeit von der Natur zurückerobert wurde. Mit dem Bau des Funcourts und der Outdoorgeräte haben wir einen großen Einschnitt in den so entstandenen Lebensraum begangen, den wir mit diesem Projekt bestmöglich „reparieren“ wollten.
2. Welche Herausforderungen gab es bei der Umsetzung – und wie seid ihr damit umgegangen?
Für die Finanzierung des Gesamtprojektes, galt es, einiges an Papier auszufüllen: Politische Vertreter wollten überzeugt werden, (Förder-)Anträge mussten geschrieben und Angebote eingeholt werden. Bei der Umsetzung der Pflanzaktion war es dann der über die Jahre verdichtete und sehr harte Boden, der uns bei den Pflanzlöchern ganz schön ins Schwitzen gebracht hat.
3. Worauf seid ihr im Rückblick besonders stolz?
Dass wir die vorgenannten Herausforderungen alle selbst gelöst haben und wir jetzt einen Funcourt mit Beleuchtung haben, der sowohl von den Anwohnern (überwiegend Kindern) und unseren Mannschaften für Ersatztraining sehr gut angenommen wird. Dazu gibt es rund 15 Outdoorgeräte, die rund um den Funcourt, in einem Trimm-dich-Pfad angeordnet sind und für zusätzliche sportliche Abwechslung sorgen. Die freien Grünflächen haben wir bepflanzt, um die Biodiversität auf der Anlage zu stärken. Wir sind drei Vorstandskollegen vom Verein, die federführend den Hut aufhatten, und konnten das alles natürlich nicht allein bewältigen. Daher sind wir sehr stolz, dass wir immer helfende Hände für unsere Vorhaben gewinnen konnten.
Unser Tipp für euch
Habt eine „Vision“, eine große Idee. Abspecken und kürzen kann man später immer noch. Da bei den meisten Vereinen, das Geld nicht auf dem Sportplatz wächst, ist der Finanzierungsplan das Wichtigste. Dazu sollte man Förderportale wie das des LandesSportBundes kennen und durchstöbern.





